Jetzt kostenloses Schulstartpaket abholen

EU-Fördermittel für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Haushalten

  1. Wer darf ein kostenloses Schulstartpaket beziehen?
  2. Welche Produkte sind in einem Schulstartpaket enthalten?
  3. Wie funktioniert die Bestellung und Abholung?
  4. Welche Rolle spielt das Rote Kreuz?
  5. Wo finde ich nähere Informationen zum Schulstartpaket?
  6. Was hat die EU mit der Aktion Schulstartpaket zu tun?
  7. Webtipps
Schüler © BKA/Andy Wenzel

28.8.2017/SWE

Kurz gefasst

Mit dem Schulbeginn erhalten auch 2017 wieder Schülerinnen und Schüler aus einkommensschwachen Familien ein kostenloses Schulstartpaket. Das österreichweite Projekt wird vom Sozialministerium koordiniert. Die Abwicklung (Bestellung, Verteilung) läuft über das Rote Kreuz. Die Aktion wird zu 85 Prozent aus EU-Mitteln finanziert.

Mit dem Schulbeginn kommen auf Eltern häufig hohe Kosten für Schultasche, Schulhefte und sonstige Schulartikel zu. Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK, Sozialministerium) hat daher gemeinsam mit seiner Partnerorganisation, dem Roten Kreuz, dieses Jahr wieder ein Schulstartpaket geschnürt. Die österreichweite Aktion unterstützt Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien mit einem kostenlosen Startpaket. Das Projekt wird zu 85 Prozent aus EU-Mitteln gefördert.

Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zum Schulstartpaket.

Buntstifte © BKA/Denise Rudolf

Wer darf ein kostenloses Schulstartpaket beziehen?

Das Schulstartpaket können Schülerinnen und Schüler beziehen, die in Haushalten mit bedarfsorientierter Mindestsicherung leben, unabhängig von Alter und Schultyp (ausgenommen Berufsschülerinnen und Berufsschüler). Die betroffenen Familien werden seit Mitte Juli 2017 per Schreiben von den Landesregierungen über die Aktion informiert. Das Schreiben der Landesregierung gilt gleichzeitig als Gutschein für das Schulstartpaket. Dem Schreiben liegen ein Antragsformular sowie ein Katalog mit allen Schulstartpaketen bei. Pro Kind, das in der Familie lebt, besteht der Anspruch auf ein Paket.

Welche Produkte sind in einem Schulstartpaket enthalten?

Die betroffenen Familien erhalten mit dem Schreiben der Landesregierung einen Katalog mit Beschreibungen der diversen Pakete. Zur Verfügung stehen 11 Schulstartpakete, zum Beispiel Schultaschen, Rucksäcke oder nur Schulmaterialien.

Wie funktioniert die Bestellung und Abholung?

  • Schritt 1 – Antragsformular ausfüllen: Alle betroffenen Familien erhalten von der Landesregierung ein Schreiben und ein Antragsformular, das vollständig ausgefüllt werden muss.
  • Schritt 2 – Paket bestellen: Das Paket ist bei der zuständigen Stelle des Roten Kreuzes persönlich zu bestellen. Mitzubringen sind das Antragsformular, das Schreiben der Landesregierung und ein Lichtbildausweis. Eine Bestellung per E-Mail, Brief oder Telefon ist nicht möglich.
  • Schritt 3 – Paket abholen: Bei der zuständigen Stelle des Roten Kreuzes kann das Paket mit dem Abholschein sowie einem Lichtbildausweis persönlich abgeholt werden. Eine Zustellung per Post direkt nach Hause ist nicht möglich.

(Übersicht der Verteil- und Abholstellen des Roten Kreuzes auf Google Maps ansehen.)

Welche Rolle spielt das Rote Kreuz?

Das Rote Kreuz ist als Partnerorganisation des Sozialministeriums für die Abwicklung des Bestell- und Verteilvorganges zuständig.

Wo finde ich nähere Informationen zum Schulstartpaket?

Das Rote Kreuz hat für jedes Bundesland eine eigene E-Mail-Adresse sowie eine Telefon-Hotline eingerichtet. Alle Kontaktdaten finden Sie auf der Website Schulstartpaket.at.

Was hat die EU mit der Aktion Schulstartpaket zu tun?

Das österreichische Schulstartpaket wird zu 85 Prozent aus EU-Mitteln finanziert. 15 Prozent der Kosten trägt Österreich.

Hintergrundinformation: Europäischer Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP)

Die EU-Gelder fließen aus dem "Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen" (EHAP). Dieser Hilfsfonds wurde 2014 vom EU-Parlament und dem Rat (28 Mitgliedsländer der EU) eingerichtet. Er soll den sozialen Zusammenhalt in der EU fördern und von sozialer Ausgrenzung und Armut bedrohte Personen besser in die Gesellschaft eingliedern. Und zwar durch die Verteilung von kostenloser Unterstützung für am stärksten von Armut benachteiligte Personen – von Nahrungsmitteln über Bekleidung bis hin zum Schulstartpaket. Jedes EU-Land entscheidet, welche Art von Hilfe es an die Bevölkerung leisten möchte. Eine Grundregel ist, dass es sich nur um Sachleistungen, nicht um Geldleistungen, handeln darf. Nach Schätzungen der EU-Kommission hat der Europäische Hilfsfonds 2015 EU-weit mindestens 14 Millionen Menschen unterstützt.

Für den Zeitraum von 2014 bis 2020 stehen insgesamt 3,4 Milliarden Euro zur Verfügung. Österreich erhält davon 18 Millionen Euro. Projekte werden zu 85 Prozent aus dem EHAP-Topf finanziert. Die Mitgliedstaaten steuern mindestens 15 Prozent im Rahmen der sogenannten Kofinanzierung aus eigenen Mitteln bei.

(Das Video auf der Seite der Europäischen Kommission ansehen.)

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